Ich hatte das unerhörte Vergnügen, mein Abitur in einer Zeit zu machen, in der es nicht nur an Schulen reichlich chaotisch zuging. Dennoch gelang es allen, sowas wie einen regulären Lehrplan aufrechtzuerhalten und durchzuziehen. Der stellte eine Mischung aus den guten alten Naturgesetzen dar, die auch während der Wende weiter existierten, und einem schönen Mix aus “ödem DDR - und tollen Westwissen”, auf das wir so lange gewartet hatten.

Nachdem dieser spannende, zweijährige Film zu Ende war, und das Abitur dann auch bundesweit anerkannt wurde, machte ich zunächst einige Wochen nichts.
Fast nichts. Es waren Ferien - na, jedenfalls sagte das die Gewohnheit, denn es war Sommer. So ab September 1991 unterstützte ich die evangelische “Junge Gemeinde” in Eberswalde als eine Art Sozialarbeiter. Die “Junge Gemeinde” kannte ich seit ich auf´s Gymnasium ging. Wir hatten dort in der Wendezeit eine Menge Spaß.
Während der Sozialarbeit lernte ich das evangelische Medienzentrum “Werk und Feier” kennen und konnte dort alsbald als Zivi anfangen. Eine tolle Zeit. [weiter]